Was sind Ticker-Auktionen?

Die Ticker-Auktionen sind häufig benutzt bei niedriger Konkurrenz

Diese Auktionstypen sind dann für die Situationen von kleiner Anzahl der Lieferanten geeignet.

Der Kern den Ticker-Auktionen liegt bei der Verheimlichung der Informationen über die Konkurrenz und begrenztes Zeitintervall für die Gebotsentscheidung.

Damit erzielt der Einkäufer eine effektive Verhandlung.

In der Praxis werden zwei Arten von Ticker-Auktionen angewendet:

  • Die Dutch Reverse Auktion (DRA)
  • Die Japanese Reverse Auktion (JRA)

Wie funktioniert eine holländische rückwärts Auktion (DRA)?

Die DRA wurde im Amsterdam in Holland beim Tulpenverkauf erfolgreich verwendet.

Die ursprüngliche Idee, die Tulpen für den besten Preis so schnell verkaufen, wurde mit der Zeit von Einkauf adoptiert. Die DRA wird heutzutage beim Einkauf für konkurrenzschwache Bereiche verwendet.

Die DRA fängt beim sehr, manchmal auch unrealistisch, niedrigen Preis an. Den Lieferanten wird ein festes Zeitintervall gegeben (z.B. 2 Minuten), in dem über die
Akzeptation des Preises entscheiden müssen. Falls keiner von den eingeladenen Lieferanten diesen Preis akzeptiert, wird der Preis automatisch um einen Preisschritt erhöht.

Die Lieferanten stehen dann bevor der gleicher Entscheidung. Dieser Zyklus läuft so lange, bis der erste Lieferant den Preis akzeptiert. Dann ist die DRA zu Ende.

dutch reverse auktion

Bildbeschreibung: grün = Startpreis, blau = Preisschritt, gelb = Gewinnerpreis

Da die Lieferanten keine Information über der Konkurrenz haben, sind die unter einem Zeitdruck gesetzt, weil nur der erste der den Preis akzeptiert gewinnt. Es gibt keine weitere Chance oder eine Möglichkeit zur Verbesserung.

Wie funktioniert die Japanese Reverse Auction?

Die JRA verbessert das Prinzip der englischen rückwärts Auktionen wo die Lieferanten auf einander reagieren. Dieses Prinzip ist durch das System ergänzt, wobei wie bei der DRA ein Mangel an Informationen eine wichtige Rolle spielt.

Jeder Lieferant fängt an von ihm eingegebenes Gebot aus der Ausschreibung oder Preisinformation an. Der Lieferant wird wie bei der DRA gefragt ob er den Preis akzeptiert. Für diese Entscheidung tickten auch die Uhren. Hiermit endet die Ähnlichkeit mit der DRA, weil die Akzeptation eine Senkung des Preises verursacht. Dieses Zyklus wiederholt sich, bis der Lieferant den Preis nicht akzeptiert. Dann endet für ihn die Auktion. Für andere Lieferanten läuft aber weiter.

Japanese Reverse Auction

Bildbeschreibung: grün = Startpreis, blau = Preisschritt, rot = keine Akzeptation, gelb = Gewinnerpreis

Währen der DRA wird den Lieferanten keine Informationen über deren Konkurrenz gegeben. Darunter zählt auch die Information wie viele Lieferanten noch übrig geblieben sind. Der Lieferant weißt weder bei welchem Preis wer angefangen hat noch welchen Preis wer nicht akzeptiert hat. Das gemeinsame Bild sieht lediglich der Einkäufer. Der Hauptbeitrag der JRA liegt bei der Übersicht den individuellen Preisen. Da jeder Lieferant nur mit sich selbst kämpft, zeigt er, welcher Preis für Ihn noch akzeptabel ist. Das unabhängig von der Konkurrenz.

Ticker-Auktionen bieten viel mehr …

Oben beschriebene Abläufe der Ticker-Auktionen sind nur eine von den möglichen Einstellungen, die dem Einkäufer zur Verfügung stehen. Der Einkäufer kann weiter:

  • die Preisschritte für den Gesamtpreis oder auch einzelne Positionen einstellen.
  • die Stufen für die Preisschritte verwenden.
  • die DRA für jeden Lieferanten einzeln laufen lassen.
  • eine Reaktion den Lieferanten auf die erste Akzeptation in der DRA ermöglichen.
  • für die Lieferanten in der JRA gleichen Startpreis festsetzen.

Auswahl der Einstellungen liegt bei dem Einkäufer und seine Strategie, wie er mit den Lieferanten den Einkauf verhandeln will.

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